Restorative Goodness + Glory Elixir

By Steffi – In der chinesischen Medizin, eine meiner größten Faszinationen, wenn es um Gesundheit und Körper geht, therapiert man viele Krankheiten mit dem Wiederherstellen des Gleichgewichts zwischen Yin und Yang. Viele unserer heutigen, wie wir so schön sagen: „Gesellschaftskrankheiten“ basieren in diesem System auf einem Yin-Mangel, einem Mangel an Ruhe, Schlafen, Regenerieren, in einen kreativen Flow kommen, ohne ein Ergebnis zu erzielen (malen um des Malens willen anstatt Malen um ein Bild zu verkaufen). Diese Krankheiten sind zum Beispiel Schilddrüsenüberfunktion, Diabetes Mellitus und viele entzündliche Krankheiten wie die rheumatoide Arthritis. Es sind Krankheiten, die in der westlichen Medizin oft als Überbegriff verwendet werden für ein oder mehrere Symptome, die verschiedene Ursachen haben können – von angeboren über Ernährung zu Umweltbelastung.

Oft, seien wir ehrlich, sind wir bei diesen Gesellschaftskrankheiten mit vielen Vorurteilen belastet. Nehmen wir Diabetes – klar, da isst jemand etwas in sich hinein, zu viel Zucker und/oder Fett. Zu wenig Bewegung. Ich kenne das von mir selbst, dass ich schnell in so Diagnose-Muster anderen gegenüber falle: weniger Essen, mehr Gemüse, mehr Bewegung. Interessant finde ich daher, dass die chinesische Medizin ganz anders da rangeht. Dass Diabetes als Krankheit gilt, in der man sich mehr Pausen gönnen soll, keine Bewegungs-Polizei. Ein Ansatz ist, dass es bei den Erkrankten um unbalancierte Emotionen geht, die erst einmal verarbeitet werden müssen. Und das können Körper und Geist am besten in Ruhe. Dass es sich oft bei Diabetes-Erkrankten auch um Menschen mit tiefer Erschöpfung handelt, die Ruhe und Abstand brauchen.

Das Interessante daran ist natürlich, dass sich Bewegung und Ruhe nie ausschließen: das eine bedingt das andere. Dennoch würde ich eher die Bewegung betonen, wenn ich einen Diabetes-Patienten vor mir hätte, und ich würde die Ruhe und die Ruhephasen wohl etwas zu wenig betonen. Bis jetzt! Und Diabetes ist natürlich, wie oben schon geschildert, nur ein Beispiel.

Wir alle sind gut darin, eher zu viel zu machen, als zu wenig. Kein Geheimnis. Und wenn wir dann mal nichts machen, dann gibt es auf der anderen Seite immer etwas, was wir noch tun SOLLTEN. Und was wir dann nach hinten verschieben MÜSSEN. Es ist die berühmte To-DoListe, die nie leer wird- wie sollte sie auch? Wie schaffe ich es also, mich innerhalb der Liste immer wieder zu befreien und aktiv Raum für Ruhe und Regeneration zu blocken – ebenso wie für Bewegung, Yoga, Fitness-Studio ect es selbstverständlich ist?

Als ich mit Yoga angefangen habe als Form von Poweryoga, mit viel Bewegung, viel Kraft, viel Muskelaufbau, hatte ich immer die Idee, meinen Körper zu trainieren. Und wenn ich mal ein bisschen mehr gegessen hatte, dann ging ich gleich in zwei Kurse. Yoga als Workout. Kennen viele, oder? Fitnessstudio ausgetauscht gegen Yogamatte. Ist effektiver. „Zu der Lehrerin gehe ich nicht, da schwitze ich ja noch nicht einmal“. Been there… Ich dachte in meinen frühen 20ern, Yoga als Workout und BodyToning zu benutzen. Ich stand auf alles, was schnell und laut war, und wenn ich nach der Yogastunde vollkommen fertig war, dachte ich mir, dass ich mir Shavasana „verdient“ hatte.

Einen Hauch von Gelassenheit lernt man dabei vielleicht trotzdem – aber ich habe ehrlich gesagt nicht besonders viel davon gelernt. Erst Meditation, Atemarbeit und Auseinandersetzungen mit anderen haben dazu geführt, dass ich wirklich Muster an mir bemerkte. Muster wie: Du musst aussehen wie die und die. Das denke ich immer noch?, fragte ich mich überrascht. Ich dachte, das hätte ich schon nach meiner Jugend abgelegt. Man sagt doch so schön immer in den Yoga-Stunden: Keine Vergleiche. Und da ist er, der Unterschied zwischen etwas hören und zustimmen UND etwas verstehen und das umsetzen. Klar hatte ich dazu immer genickt, keine Vergleiche, richtig. Aber umsetzen konnte ich es nicht. Ich konnte es logisch erkennen – aber nicht fühlen, nicht verinnerlichen. Jetzt verglich ich mich eben heimlich mit anderen. Ich wusste, Gossipen ist irgendwie nicht so stilvoll. Aber es taten ja immer noch alle um mich rum und ganz ehrlich – ich fühlte mich besser, wenn ich in der Gruppe mit schlecht über andere redete. Das verband.

Was half also? Erzwungene Meditation. Wirklich. Sich jeden Tag zu zwingen, eine halbe Stunde morgens und eine halbe Stunde abends hinzusetzen. Wecker auf 30 Minuten. No matter what. Gibt keine Ausrede. Das habe ich einen Monat lang gemacht und danach wusste ich wirklich, dass da etwas nicht stimmte in meinem Gedanken-Kreislauf, mit meinem Selbstwertgefühl. Deswegen musste ich mich vergleichen. Und deswegen musste ich Gossipen. Weil ich selbst mit meinem Selbstwert im Keller war. Und deswegen kam ich auch nicht raus aus der Low Vibes Nummer: Wenn man selber im Keller ist, dann kann man nur mit denen abhängen, die da auch sind. Aber es liegt einem offen, die Treppen nach oben ins Erdgeschoss zu benutzen. Oh hello – andere Menschen, andere Themen.

Einmal durchgebrochen zu den eigenen Verhaltensmustern wollte ich nicht mehr nach unten. Wollte ich Yoga nicht mehr als Workout sehen. Ja wollte ehrlich gesagt überhaupt keine Workouts mehr machen. Wollte mich wirklich nicht mehr vergleichen mit anderen. Merkte, dass Regeneration, früher von mit Nichts-Tun und Faul-Sein genannt, lebenswichtig ist. Seitdem, seit Jahren nun schon, ist es mein Anliegen, auch Yin Yoga zu etablieren und zu unterrichten. Yoga zur Regeneration zu benutzen – intelligent und unglaublich praktisch. Und das würde ich Diabetes-Patienten oder auch vielen anderen Gesellschafts-Erkrankten raten: Ruhepole in das eigene Leben einzubauen, die indiskutabel eingehalten werden. Denn wer die eigenen Muster erkannt hat, der bemerkt, was er/ sie drumherum ändern kann. Und dass eine gesunde Ernährung kein Workout braucht. Und ein gesunder Geist nicht zu viel Essen will und Zeit braucht, um Erlebtes und Gefühltes zu verarbeiten. Und dass alles mal außer Balance geraten kann. Aber dass wir die Fähigkeit haben, das zu erkennen und uns zurückzuholen, anstatt die Augen zu verschließen und so weiterzumachen wie zuvor – und nur zu behaupten, wir hätten es verstanden.

By Gina – Nahrung und Schlaf tanken unseren Körper auf. Aber es gibt noch viel mehr an dir als nur den Körper, stimmt’s? Der Verstand, die Emotionen, die Intuition, das Bedürfnis zu erschaffen, die Fähigkeit Liebe zu geben und zu empfangen – all das sind Bedürfnisse, die nicht durch einfaches Essen und Schlafen befriedigt werden können. Passive Posen wie Savasana , Supta Baddha Konasna und Viparita Karani (Legs-Up-the-Wall), sind Self-Care Werkzeuge, die helfen, ganzheitlich aufzuladen.

Wenn man Yoga kulinarisch betrachten würde, sind Restorative Posen ganz eindeutig das Dessert. Belohnend, süß, wohltuend, verwöhnend…sweet sweet yin. Dieses Gefühl sicher loslassen und sinken zu können. Wenn es ”Ziele” im Yoga gibt, dann diese: Platz schaffen und egal ob eine Position kraftvoll oder sanft ist, den Moment finden, indem man sich ganz zufrieden und vollkommen hingeben kann.

Wir freuen uns über das Expertenwissen von Dr. med Janna Scharfenberg von In Good Health, zum Thema Faszien & Restorative Yoga

Yin Yoga & Faszien
Gerade Yin Yoga eignet sich besonders um die Faszien geschmeidig zu halten, da die lang gehaltenen Dehnungen ohne viel Muskelanspannung direkt auf das Fasziengewebe wirken, dieses in die Länge ziehen, den Stoffwechsel stimulieren und Verklebungen lösen. Zudem wirkt Yin Yoga auf die grossen Meridiane, welche anatomisch gesehen mit den grossen Faszien Zügen im Körper korrelieren.

Aus Sicht der chinesischen Medizin wird der Energiefluss angeregt und Blockaden gelöst. Faszien sind voll mit neuronalen Sensoren, also feinen Nervenrezeptoren, welche verschiedene Sinneswahrnehmungen erfassen und an das Gehirn weiterleiten. Dabei kann es sich um mechanische Reize, Wärmezustände, Dehnung und Vibration aber auch die wichtige Schmerzwahrnehmung handeln. Man weiss mittlerweile, dass das Fasziengewebe weitaus mehr Schmerzrezeptoren beherbergt als andere Gewebearten und massgeblich für unsere Schmerzwahrnehmung mitverantwortlich ist. Daher wird es häufig auch als Sinnesorgan bezeichnet.

Faszien werden aber andererseits auch durch unser autonomes Nervensystem und vorallem unseren Stressnerv (Sympathikus) beeinflusst. Stress, Angst und Anspannung aktivieren diesen wichtigen Nerv, welcher wiederum die Spannung und Grundaktivität in unserem Körper erhöht – und somit auch die Spannung in unseren Faszien.

Was sind myofasziale Triggerpunkte?
In dem verspannten Fasziengewebe können sich kleine Verspannungen des Muskel-Fasziengewebes bilden. Diese können bei einer grösseren Ansammlung zu typisch knotigen und schmerzhaft tastbaren Verhärtungen führen, welche wir häufig auch bei uns selbst ertasten können.
Diese sorgen für lokale Verspannungen, Bewegungseinschränkungen und können letztendlich auch als Schmerz wahrgenommen werden.

 

HOLISTIC RESTORATIVE
(Neue Termine folgen bald)
HIER findest du all unsere Events.

Ein Abend zum Loslassen und Regenerieren. Wir bleiben lange in tiefen & erholsamen Positionen, unterstützt von Musik und Meditationsreisen. Wir kombinieren die Positionen mit Atemübungen. Steffi & Gina unterrichten zusammen, teilen Geschichten. Mithilfe von ätherischen Ölen und Hang Drum Sounds kreieren wir eine holistische, sichere Atmosphäre.

Keine Vorkenntnisse erforderlich.
Anmeldung via info@gloryjuicery.de

 

GLORY ELIXIR

1 EL Haselnussmus

250 ml heißes Wasser

1 Teebeutel Brennnesseltee

1 EL Kakaobutter

1/4 TL Reishi

1 Prise Vanille

1 TL Roher Kakao

Wasser kochen und den Tee aufgiessen. 5 Min. ziehen lassen. In der Zwischenzeit das Haselnussmus, Kakaobutter, Reishi und Vanille in einen Mixer geben. Den Tee dazu schütten und für 1 Minute kräftig mixen. Warm genießen!