Our Stories

Willkommen bei Glory!

Wir, das sind Gina Capitoni und Steffi Grube,Yogalehrerinnen, Ernährungsberaterinnen und Freundinnen. Wir leben und arbeiten in Köln, lieben es, zu reisen, in der Sonne zu liegen und Raw Homemade Kombucha zu trinken. Nur eines unserer Lieblingsthemen, über die wir stundenlang sprechen können.

Wir beide haben unsere Themen gehabt, waren unzufrieden mit unseren Körpern und unserer Ernährung, mit dem, was man uns erzählt, wie man sich ernähren soll und wie man sich body-mäßig zu verhalten hat. Uff…

Leider kannten wir uns in unserer Jugendphase noch nicht und mussten uns auf eigene Faust auf die Reise machen, die irgendwie dazu führte, dass wir uns im Sommer 2014 getroffen haben, ganz zufällig, und schnell wussten: Lass uns zusammen etwas starten, etwas Großes, Neues: GLORY.

Denn über die Jahre haben wir festgestellt: Hey, wir sind nicht alleine mit diesem Zweifel an uns selbst. Da gibt es hunderte von Menschen da draußen, die ähnlich lost sind. Die sich unwohl fühlen in ihren Körpern, in ihrem Job, in ihrer Beziehung, mit dem ganzen Wirrwarr in unseren Köpfen.

Als Glory haben wir uns auf die Fahnen geschrieben, authentisch zu sein. Nichts zu verstecken und ehrlich mit uns und unseren Problemen umzugehen. Und das ist passiert, bevor wir uns kannten:

Steffi: Ich hatte schon früh das Gefühl, dass das Leben aus vielen Kämpfen besteht. In einer Vorstadt-Siedlung aufgewachsen ging es früh um die Themen: genug Geld verdienen; was willst du später machen, um genug Geld zu verdienen; die Abitur-Note ist alles. The Struggle is real… Viel Sport zu machen und dort ebenfalls erfolgreich zu sein, war extrem wichtig. So war ich als Kind im Leichtathletik-Verein, habe selbstverständlich Tennis gespielt (ich war noch nie so erfolglos in einer Sportart) und später dann in meiner Jugend war ich Taekwondo-Leistungssportlerin mit wochenendlichen Kada-Trainings in Düsseldorf. Ich würde jetzt gerne schreiben, dass ich durch diesen gewichts-orientierten Sport angefangen habe, weniger und weniger zu essen – aber das stimmt nicht. Ich war schon vorher angefixt, in immer kleinere Kleidergrößen zu passen und unter 45 Kilo zu wiegen. Natürlich war ich nicht alleine mit meinem Wahn, meine Freundinnen waren zum größten Teil genau so. Meine Mutter schickte mich zum Arzt. Mich beeindruckte das wenig. Schließlich hatte die Waage am Ende des Tages recht und nicht dieser alte Typ hinter seinem Schreibtisch. Was wusste der schon, wie man auf der Party abends auszusehen hatte?

Als ich Freizeit-bedingt – ich wollte mit 17 nicht mehr jedes Wochenende auf stinkenden Matten verbringen – mit Taekwondo aufhörte und anstatt vier mal die Woche nur noch ab und zu etwas körperlich machte, kamen die größten Zweifel und Hassgefühle gegen meinen Körper auf. Unter 45 Kilo schaffte ich so nämlich nicht mehr. Meine Freundinnen kamen mit spitzen Bemerkungen, dass man ja auch sehen würde, dass ich nicht mehr trainiere. Ich schrieb mich in Fitnessstudios ein, wollte Sport studieren und kotzte ab und zu mein Essen einfach aus. In meiner Heimatstadt ging das alles grad noch so gut, dann zog ich nach Köln und merkte: Das geht so gar nicht. Ich schaffte es nicht, gute Noten in meinem Studium zu schreiben, nebenbei arbeiten zu gehen, sieben Mal in der Woche teilweise spät abends 3 Stunden (das war das Minimum) im Fitnessstudio zu trainieren, eine Fernbeziehung zu meinem damaligen Freund zu haben UND eine extreme Diät einzuhalten, um meinen alten, mit 14 festgesetzten Schönheitsidealen treu zu bleiben. Es folgte eine Phase der Verzweiflung (…). Im Nachhinein glauben nur die, die dabei waren, dass es wirklich passiert ist, aber ich spielte tatsächlich ein Semester lang bei abgedunkeltem Zimmer “Silent Hill” auf der Playstation. Ich hörte “Die Sterne” und fragte mich jeden Tag: Was hat dich bloß so ruiniert?

Ich musste raus. Ich fand den Anfang in einem halben Jahr Erasmus-Studium in Lissabon, neuen Freunden, Strand, Sonne, einer guten Zeit – und null Druck. Kein anstrengendes Studium (weder Professoren noch Eltern, die Leistung sehen wollten), stattdessen Eigenverantwortung: eigenes Zimmer suchen, Kurse selber zusammen stellen. Kein Fitnessstudio, viel Obst und Gemüse, viel gutes Olivenöl – und viel Alkohol, ok. Guter Alkohol, ihr wisst schon (ähm…). Es reichte dieses halbe Jahr Beach-Life um mich anzutriggern, mehr Zeit für mich haben zu wollen anstatt für meine Leistung. So simpel und so schwierig. Und in Köln nicht wieder zurück in die abendlichen Fitnessstudio-Koller zu fallen. Denn ganz ehrlich: Das war Folter für mich. Durchhalten. Leistung zeigen. All das Neue schaffte meine Voraussetzung, um Yoga für mich zu entdecken. Das war Beach-Life auf der Matte. Zeit für mich. Je feiner ich in den Positionen auf der Matte wurde, desto feiner wurde ich in meiner Art, mich um meine Ernährung zu kümmern. Ich wollte mehr Sachen hinterfragen und selber machen, besuchte Raw-Food-Kochkurse, begann, meinen eigenen Kombucha zu brauen (YES!) und schaute kopfschüttelnd auf die 15 Zutaten auf dem Pesto-Glas im Supermarkt – in das doch eigentlich nur Pinienkerne, Basilikum, Knoblauch und Olivenöl gehörte (was machten da Zucker, verschiedene E’s und Sonnenblumenöl?). Ich bin immer noch auf der Suche nach dem Beach-Life-Gefühl, egal wo ich bin, in jeder Minute. Und oft ist es da. Und wenn nicht, dann trinke ich Cold Brew Coffee mit Kokosmilch. Natürlich selbstgemacht. Proud.



Gina: Ich bin tanzend und singend aufgewachsen. Eigentlich alles, was dazu gehört, zu einem selbstbewussten Kind, behütet und die Tochter eines Comedians. “Rampensau” könnte man auch dazu sagen, ich bevorzuge die ganz schlichte Bezeichnung: glücklich. Ich war schon früh durch Ballett-Training auf Disziplin und Grazie geschult. Zuhause war mehr das Entertainment-Spaß Ding, die Kamera immer am laufen, für meine Comedy und Dance Shows…etc. Ich wollte Zirkus-Trapez-Künstlerin werden und auf der Bühne stehen. Ich bin mir sehr bewusst, wie reich und wunderbar meine Kindheit war und habe viel Zeit und Reflexion investiert um mich an die “kleine Gina” zu erinnern.

Nur in der Zwischenphase, dieser unglaublichen Transformation für Körper, Seele und Geist, habe ich mein Potential als selbstbewusste “Rampensau” nicht entfaltet. Zuhause herrschte ein Umbruch, mein Körper veränderte sich und ich fing an, mich mit den älteren hübschen Mädels der Schule zu vergleichen, später dann mit allen. Der Schulhof ist neben Magazinen ein ziemlich großer Teil des falschen Idealbilds, das man als verwirrtes 14-jähriges Mädchen entwickelt. Diäten, von denen man gehört hatte, und die irgendwie heimlich jede machte, fingen an, meinen Alltag zu bestimmen. Doch lange durchgezogen habe ich nie eine, das Muster zu denken: ich brauche dringend eine!, blieb. Was auch zunahm waren die selbst-sabotierenden Gedanken, Hass gegenüber meiner Haut und meinen “breiten Hüften”, das ständige auf und ab von Nichts-Essen zu Fressanfällen. Selbstbewusstsein war ein fremdes, abwesendes Gefühl geworden. Ich bekam Akne, hörte auf zu tanzen, war unglücklich verliebt, neidisch und mir überhaupt nicht bewusst, wer ich eigentlich war. Ich wurde still. Und man sah mir meinen inneren Kampf an.

Workouts sahen mal extrem aus, bis zur Übelkeit, auch nachts, dann wieder Phasen der Lethargie und Depression. Ein Teufelskreis. Ich versuchte ALLES um meine Haut zu retten – wenn ich mich im Spiegel sah, gab es gemeine Kritik und Essen machte keinen Spaß mehr. Als ich dann “entdeckte”, (in den 10.000 Fitness Magazinen zuhause) das die Mischung aus Sport, Ernährung (Diät Nummer 217) und Schlaf mich vielleicht schlank machen könnte, war ich angefixter als je zuvor. Habe alles gelesen und ausprobiert. Die Haut sollte ja schließlich auch davon profitieren. Soweit habe ich immerhin schon gedacht: dass ich sie von innen heraus heilen könnte. Nur fehlte einige Jahre noch die Quintessenz: Das Leben so zu gestalten und zu ändern, dass es mich GLÜCKLICH und nicht schlank und schön macht. Überhaupt, der Gedanke, dass Dünn = Glücklich bedeutet war bis dato einfach schon viel zu tief in mein Gehirn eingebrannt. Puh.

Der Prozess da rauszukommen war das Umdenken, nämlich: dem Guten genau so viel Raum im Leben zu geben, wie den weniger guten Sachen. Lange Zeit habe ich mich in meiner Misere gesuhlt, mich wegen meiner Haut verkrochen. Es wurde immer schlimmer, je mehr ich mich damit beschäftigte. Erst als ich lernte los zu lassen und auch Yoga nicht nur als Workout zu betrachten, sondern die langsamen und feinen Asanas, Yin Yoga und Meditation lieben zu lernen, veränderte sich meine Haut. Let go, let go, let go… Every. Single. Day. Schluss mit den selbst-sabotierenden Gedanken. Schluss mit dem Studium. Ich ging nach New York um Freiheit und Möglichkeiten zu schnuppern.
Ich begann das Essen zu genießen, Raw Cakes zu kreieren, viele, viele Avocados fanden ihren Weg in meine Küche, Kombucha Experimente, sogar der Kaffee (Steffi-Jubel-Emoji). Die Mischung aus Entspannung, guten Fetten und Genuss heilte meine Haut und ich konnte aufatmen.

Jeden Tag entscheide ich mich für etwas, das mich glücklich macht. Manchmal klappt es gut, manchmal weniger. Aber ich habe die Werkzeuge und ein Grundvertrauen aufgebaut. Die Zweifel sind nicht ganz weg, jedoch weiß ich wie ich ihnen begegne. Ein ongoing-Process. Ich höre auf meinen Körper, umgebe mich mit Menschen die mir gut tun. Um die schönen Momente mal kurz zusammenzufassen: Moment to moment – My manifestation journey:
New York Aufenthalt – Yoga hooked! Vegan hooked! Essen ist nicht mehr der Feind – Beginn Heartybite – 4 Jahre später: Yogalehrerausbildung in New York – Meine Haut heilt – mein Zyklus ist gesund – Ich beginne mich selbst zu schätzen – diese beiden Welten führten mich an einem Freitag Nachmittag ins Yoga Studio, zu Steffis Stunde und sofort zu einer Stelle dort als Cafe und Check-In-Mitarbeiterin – Workshops – GLORY – Yoga unterrichten – Rituale – Meditation… The list goes on! 

Mein Potential und meine Aufgabe im Leben sind klar! Was für ein unglaubliches Gefühl von Reichtum und Möglichkeiten.


Unsere Message ist es, sich selbst als Ganzes wahrzunehmen. Wir sind so viel mehr als die äußere Hülle und bevor man sich nicht selbst liebt, schätzt, akzeptiert, wird die Zustimmung von außen nicht das Gefühl von Zufriedenheit und Fülle geben.

Veränderungen sind gut und helfen, zu wachsen. Sich selbst mit Geduld zu behandeln, ist bei jeder Aktion und jedem Gedanken an oberster Stelle. Self-Care on a new level. Mit GLORY sind wir mit euch und für euch da, bei einem Workshop oder einer Coaching-Session nähren wir Körper, Geist und Seele mit heilsamen Bewegungen, Atem, Meditationen und Mineralstoff-reichem Essen.

Heart forward. “Nothing equals experience”

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